Dialekte der deutschen Gemeinschaft in der Slowakei
Ein Projekt von Sprechern der deutschen Mundarten in der Slowakei
Wörterbücher -> Online-WB der Metzenseifner Mundart (2022)

Im Rahmen des Projektes Karpatendeutsche-Mundarten werden hier Dialektwörterbücher vorgestellt.
Derzeit liegt das Mantakische Wörterbuch von Georg Gedeon online vor

Erläuterungen zum Online-Wörterbuch von Georg Gedeon
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Wortverzeichnis
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T
Töll f -n pl [tœl] Tülle {} eine aus einem Blech o. ä. auf dem Speahókn gebogene und an der Nahtstelle zusammengeschweißte Hülse, die z.B. zur Aufnahme des Stiels bei einer Schaufel dient. Men hot mít da Töll óóngefangen de Schaufl ze schmiedn.
Tschákán m [tʃɒ:kɒ:n] Spitzhacke {čakan} →Hacke. ung. czákány
Tais, Thais [tais] Matthias
Tébl [té:bl] Matthäus
Tomes [tomes] Thomas
Tónl, Tónal [tʊ:nl] Anton
Tori [tori] Theodor
Treinl, Treenl [trainl, tre:nl] Katharina
Tresa, Theresia, Teresia [tre:zɑ, teʹre:sia] Theresia {Terézia}
Táábnessl f, Táábe Nessl, Beisze Nessl [tɒ:bǝ nesl] Taubnessel {} Lamium sp.
Tann f -en pl [tan] Tanne {} Tannenzappn Tannenzapfen
Tapaschüachenk pl [tapɑʃy:ɑxeƞk] Pfaffenhütchen {} Euonymus europaeus, UM, von Agi, auch →Faffenhüttachenk. In OM →Farrakeppachenk
Taundkulnkraut n, auch Taundgölnkraut n [taondkulnkraot taondgœlnkraot] Tausendgüldenkraut {} Centaurium quadrifolium
Täutschachenk pl [tɛœtʃaxeŋk] Gänseblümchen, Tausendschön {sedmokráska obyčajná} Bellis perennis. Täutschachenk von Tausendschönchen. UM, OM →Kascharősachenk
Tell m [tel] Dill {}
Tiënekl f -n pl [tiǝnekl] Kornelkirsche {drieň obyčajn} Cornus mas. auch Dierlein, Dirndl, Dirlitze, Tierlein-Baum, Gelber Hartriegel. In Siebenbürgen und im Rheinland: Terne, bair. Dirndl. Ach Tiënekllekvár schmeckt hat gutt, ís oba a Müekl saua Auch Kornelkirschenmarmelade schmeckt sehr gut, ist aber ein bisschen sauer.
Tők m [tøk] Kürbis {tekvica} Cucurbita sp. ung. tök, →Tők als Speisekürbis auch unter Speisen
Tóóst m [tʊ:st] Dost, Wasserdost {} Origanum sp., Origanum eupatorium Wasserdost
Traublschbamm m [traoblʃbam] Krause Glucke {} Sparassis crispa. von Agi. Wächst an Kiefern, selten. Wurde für Suppe benutzt.
Tschintschapöal f -n pl [tʃintʃapøal] Löwenzahn {púpava} Taraxacum officinale. OM. UM →Schmandstachl. auch →Summatöal
Tschüzcharömpl n [tʃy:ʒarœmpl] Flieder {orgován obyčajný} Syringa vulgaris, UM, OM →Strulistrausz. Greb [32]: Oberzips Zischelrümpflein. Laut Lux [31] von gründlerisch Tschigerempl, das ist aber Schütterrümpfel-Beere, Sumpfkirsche, Traubenkirsche Prunus padus. In Metzenseifen ist Tschüzcharömpl eindeutig Flieder. →tschüzchan flüstern, →Römpl kleines Töpfchen, also Flüstertöpfchen,s. Greb [32] S. 226
Tulp f -en pl [tulp] Tulpe {} kein speziell mantakischer Name bekannt
Tattl f -n pl [tatl] Dattel {} aus [14]
Tők m - pl [tøk] Kürbis {} ung. tök, es gab verschiedenste Sorten. Der irisch-amerikanische Halloween-Brauch, Kürbisse (→Schbeintők) auszuhöhlen und Gesichter hinein zu schnitzen, war bekannt, auch wenn Halloween nicht bekannt war.
Tőkkraut n [tøkkraot] Kürbisgemüse {} aus einem weißen Kürbis, ersatzweise Zucchini. Mit Rahm, Dill und Knoblauch
Tort f -n pl [tort] Torte {}
Träuga Táág m [trɛœgɑ tɒ:g] Nudeln, Teigware {}
träuge Buescht f [trɛœge buǝʃt] trockene Wurst, Dauerwurst {} Eine Dauerwurst, die u. a. beim Schweineschlachten gemacht wurde, mit viel Paprika und etwas Wasser, in dem viel Knoblauch gekocht worden war.
Träuges n [trɛœges] Teigwaren {} Als Oberbegriff für Schnittntáág und Leetschen
Trógschal f [trʊkʃal] eine Art Brotfladen {} Brotfladen, der nach dem Brotbacken aus dem aus dem Backtrog zusammengeschabten →Trógschaltáág gebacken wurde. Frisch gegessen mit etwas Fett eingepinselt. Nach Belieben wurden auch →Prinzn in den Teig gemischt. Herkunf von Trogschabe? Auch abschätzige Bezeichnung für jemanden, der nicht ganz auf der Höhe ist, für einen trägen Menschen
Trógschaltáág m [trʊkʃaltɒ:g] 'Trogschälteig' {} Der nach dem Brotteigkneten aus dem Trog ausgeschabte Restteig. →Trógschal, →Rááflek
Tschickachenk pl [tʃikaçeƞk] eine Art Schupfnudeln, Fingernudeln {} auch →Englschbenzachenk. Teig aus Kartoffeln und glattem Mehl zu 2 cm langen und 1 cm dicken Nüdelchen gekocht. Zu essen mit gebräunten Semmelbröseln und →Hempalekvár. von Agi.
Tschokoláde f [tʃokoʹlɒ:dǝ] Schokolade {}
Tschótn pl [tʃʊ:`n] Schoten, Bohnenschoten, grüne Bohnen {} auch →Fisolntschótn
Tunke f [tuƞkǝ] Tunke, Soße {} Paradeistunke, Grullntunke usw. Tunke war der übliche Ausdruck, nicht Soße
Tunkefláásch n [tuƞkǝflɒ:ʃ] Tunkefleisch {} ein Rinder-Rahmbraten aus Fleischscheiben, i. d. R. aus Falschem Filet. Ze Tunkefláásch sein en pestn Knődachenk Zu Tunkefleisch passen am besten Spätzle.
tauend [taoend] tausend, eintausend
tauendsta [taoendsɑ] tausendster
ta [ta] da, denn, dann, alsdann, ja, also, so {} oft gebrauchte Floskel. Ta bea piste Wer bist du denn?
ta cho [ta ʹço] aber ja! {ano}
ta faboa [ta faʼbʊɑ] ja wirklich, ja fürwahr {} →faboa
ta freilich [ta frailiç] ja freilich {}
ta ních? [ta nɪç] etwa nicht? {}
Táá m [tɒ:] Tau {}
tááb [tɒ:p] taub {} táábe Plüt taube Blüte
táábstomm [tɒ:pʃom] taubstumm {}
Tááf f -en pl [tɒ:f] Taufe {}
tááfen [tɒ:fǝn] taufen {}
Tááfnómen m [tɒ:fnʊ:mǝn] Taufname, Vorname {}
Táág m -a pl [tɒ:g] Teig {}
táágn [tɒ:ƞ] taugen {}
Táágpreetl n [tɒ:gpre:tl] Teigbrettchen {} Knödelbrettchen, Brettchen zum Schaben der Spätzle
Táál m -a pl, a Tááln Dat [tɒ:l, a tɒ:ln] Teil m {častʹ} der Anteil. da klendre Táál ond da grőssare Táál der kleinere und der größere Teil
Táál n -a pl [tɒ:l] Teil n {} Hentatáál Hinterteil, a Táál von Bogn ein Teil vom Wagen
tááln [tɒ:ln] teilen, scheiden {} sich tááln sich scheiden, →zetááln zerteilen
táán [tɒ: ̃] tauen {} Da Schnee táát schon.
Tááschka f -n pl [tɒ:ʃkɑ] Tasche {taška}
Tablett f -n pl [taʹblet] Tablette {}
Talár f [taʹlɒ:r] Talar {}
Talón m [taʹlʊ: ̃] Talon {} Nachziehkartenstapel beim Kartenspiel, z. B. bei →Mariasch (Sechsundsechzig)
Tannenbald m [tanǝnbald] Tannenwald {} auch Nadelwald allgemein
Tante f -n pl [tantǝ] Tante {} →Néni
tappan [tapan] gehen, umhergehen {} Iterativform
tappn, tappst, sei getappt [ta`m] gehen {} vgl. tapsen
Tasch f -en pl [taʃ] Tasche {taška} Tragetasche, →Tááschka gebräuchlicher
Tasch f -en pl [taʃ] Ohrfeige {zaucho} leichte Ohrfeige. vermutlich von tatschen mit der Hand berühren. heftige Ohrfeige ist →Háápstőck
Taschl n dim Täschachenk pl [taʃl] Handtasche, Handtäschchen {}
Tát f -n pl [tɒ:t] Tat {}
Tátsach f -en pl [tɒ:tzax] Tatsache {}
tátsächlich [tɒ:tʹzɛxliç] tatsächlich {}
Tatsch [tatʃ] Tatsch {} Kartenspiel für Kinder. Dabei wird in passenden Situationen 'Tatsch' gerufen.
tatschen [tatʃǝn] tatschen {} mit der Hand anfassen, befingern, berühren. Vgl. tätscheln. →petatschen betatschen
Tatz f -en pl [tats] Tablett, Servierbrett {tacka}
Tatz f -en pl [tats] Tatze, Pfote {ťapa} Peantatz Bärentatze
tauend [taoend] tausend {}
tauendmol [taoendʹmol] tausendmal {}
Taufe f -n pl [taofe] Daube {} z. B. Fassdaube, das gebogene Längsbrett am Fass
Taugenichts m [taogeniçts] Taugenichts {} kein mantakisches Wort bekannt
Taus n Täusa pl [taos] Daus n {}. Spielkarte im Deutschen Blatt, entspricht dem Ass im französischen Blatt. Der veraltete Name Daus leitet sich von lat. duo ab oder auch von frz. deux (wiki). Das Tschell Taus ist die Karte mit der Sau.
Tbiel m -n pl, auch Twiel [tbi:l] Quirl {} Küchengerät. Früher oft aus der obersten Astgabelung des Weinachtsbaums, geschnitzt
Tee m [tee] Tee {}
Teer m [tɛ:r] Teer {}
teglich [te:gliç] täglich {}
Teich m - pl [taiç] Teich {}
Teka m [te:ka] Schulheft {} OM, UM →Schkripta
Telefon m -a pl [teleʹfʊ: ̃] Telefon n {}
teln, telst, ho getelt [te:ln] tadeln, kritisieren, beschimpfen {}
Tent f [tent] Tinte {}
Tent n [tent] Tenne {} aus [2]
Tentnflasch f [ten`nflaʃ] Tintenflasche, Tintenfass {} UM, OM →Kalamar
Tentnglo:s f [ten`nglo:s] Tintenglas, Tintenfass {}
Teppich m [tepiç] Teppich {} vgl. →Kotzen
Terrain m [teré:n] Terrain n {} frz., begrenztes Gelände, z. B. das gepachtete Jagdgebiet
Tetta m [tetɑ] Vater {otec} gebräuchliche Koseform für den Vater, v. a. in der Anrede gebraucht. Siehe auch →Otata Großvater, der „ältere Vater“. Möglicherweise gleicher Ursprung wie am. Daddy
teua [tɛœɑ] teuer {}
Teuwl m - pl [tɛœvl] Teufel {}
Thrón m [trʊ: ̃] Thron {} Künegsthrón
tichteg, auch tüchteg [tiçtek] tüchtig {}
Tië n - ra pl [tiǝ] Tier {} gebräuchlicher war →Getië
tief tiffa en tiffasten[ti:f tifɑ ǝbn tifastǝn] tief tiefer am tiefsten {}
Tifus m [tifus] Typhus {}
Tísch m - pl [tɪʃ] Tisch {}
Tíschdeckl f dim Tíschdecklchenk dim Tíschdeckachenk pl dim [tɪʃdox] Tischdeckchen n {}
Tíschdoch n, auch Tíschtoch, Tíschtücha pl [tɪʃdox] Tischtuch {}
Tíschla m - pl oder Tischler [tɪʃlɑ] Tischler {} bairisch und ostdeutsch. Das Wort Schreiner war ungebräuchlich
Tíschlod m -n pl [tɪʃlo:d] Tischschublade {}
Titl m - pl [titl] Titel {}
to, toss [to, tos] dass, dass (betont),
Toa n Töara pl [tʊɑ tøarɑ] Tor Tore {}
töacht [tøaçt] verrückt, töricht {} von töricht. Du töachta Hond Du verrückter Hund (oft gebraucht).
toan, toast [tʊɑn, tʊɑst] dürfen. darfst {} Ältere Form für dürfen, wird nur im Präsens gebraucht. Konjugation siehe Tabelle G9. Toasema darf sie mir.
Toasäul f -n pl [tʊɑzɛœl] Torpfosten {} beim Fussball
Toastang f -en pl [tʊɑʃtang] Torlatte {} beim Fussball
tobn [to:m] toben {}
Tobsche [topʃǝ] Dobschau {Dobšiná} Zur Dobschauer Mundart s. [31]
Tochta f Töchta pl [toxtɑ tœxtɑ] Tochter {}
Tód m [tʊ:d] Tod {}
Tódsönd f Tódsönnen pl [tʊ:dsœnd] Todsünde {}
töffen, töffest, ich toffet. Prät.: toffet, Konj.: ich toffet [tœfen, iç tœfet] brauchen, brauchst, ich bräuchte, ich brauchte {} Modalverb, Konjugation siehe Tabelle G9 und Tabelle G10. De altn Menna töffen/ toffetn ních zen Militär. Die alten Männer brauchen/brauchten nicht zum Militär. Ich toffet nüscht sogn ich brauchte nichts zu sagen.
Tófl f -n pl [tʊ:fl] Tafel {}
Tog m Teg pl [to:g te:g] Tag {} Tog bönsch ich Guten Tag wünsche ich, aus [9]
Togbak n -a pl [to:gbak] Tagwerk {} Das Tagwerk eines Schmieds im Hammerwerk waren typischerweise 32 Schaufeln oder 40 Kratzen
togeuln [to:gɛœln] plaudern, sich unterhalten, schwätzen {} En ganzen Tog hobn se non getogeult ond nüscht geoabet Den ganzen Tag haben sie nur geplaudert und nichts gearbeitet.
Toglóhn m [to:glʊ: ̃] Tagelohn {}
Toglőhna m - pl [to:glø:nɑ] Tagelöhner {}
togn [to:ƞ] tagen {}
togs zevoa [to:gs tseʹfʊɑ] tags zuvor {}
Tok m [tok] Etui, Futteral {} ung. tok, Brillenfutteral, früher auch Wetzsteinbehälter
Tokoten pl [toʹko:`n] Dukaten {}
Tol n Töla pl [to:l tœ:lɑ] Tal {}
Tola m - pl [to:lɑ] 1 Taler, 2 Dollar {}
tomm tömma en tömmasten [tom] dumm dummer am dümmsten {}
Tón m Tőn pl [tʊ: ̃ tø: ̃] Ton {}
Tonn f -en pl [ton] Tonne, Fass {} →Kuff
Tóócht m [tʊ:xt] Docht {}
Tóóta m - pl [tʊ:tɑ] Dotter {} Ááiatóóta Eidotter
Tootsch [to:tʃ] ? {} aus [7: Nɪch sapp ma en de Tootsch.
Topp m Töpp pl [top] Topf {} Kochtopp, ein Kochtopf mit hohem Rand. vgl. →Kastrol, ein Kochtopf mit niedrigem Rand
Töppa m -a pl [tœpɑ] Töpfer {} Der Töpfer stellte auch den Kachelofen auf.
Töppl n Töppachenk pl [tœpl] Trinkbecher, Haferl, Töpfchen {} Kaweetöppl, Mílichtöppl
tópplt [tʊplt] doppelt, zweifach {}
Torr m [tor] Leichenschmaus {} en Torr gehn Zum Leichenschmaus gehen (von Andrasch Gedeon und von Agi)
törrn. törrst, ho getörrt [tœrn, tœrst, gǝʹtœrt] dürfen {} Modalverb, Konjugation siehe Tabelle G9 und Tabelle G10. Benn ba heppn törrn, heppas gemacht, oba ba torretn je ních Wenn wir gedurft hätten, hätten wir es gemacht, aber wir durften ja nicht. Ich torret nüscht Ich durfte nichts.
toss [tos] damit es, dass es {}
tót [tʊ:t] tot {}
Tóta n Tóte f Tóten pl [tʊ:tɑ] Toter {}
tőtn [tø:`n] töten {}
Töttl m - pl [tœtl] Gockel, Hahn {} OM, UM Kokosch
Trááf f -en pl [trɒ:f] Traufe {}
Tráám m - pl [trɒ:m] Traum {}
tráámen [trɒ:mǝn] träumen {}
trááschen [trɒ:ʃǝn] spritzen {} Benn óóm Bassarod ka Mantl böa, büe es Bassa en de ganze Ömkéngt trááschen Wenn am Wasserrad kein Mantel wäre, würde das Wasser in die ganze Umgegend spritzen.
Tracht f -n pl [traxt] Tracht {}
trachtn [trax`n] trachten {} nach etwas trachten, streben
Trafik f -en pl [traʹfik] Trafik {} Kiosk, kleiner Tabak-, Zigaretten- und Zeitschriften-Laden, öst.
Tragedië f [traʹgé:diǝ] Tragödie {}
Trakter n [trakʹtɛ:r] Wirtshaus, insbesondere das Wirtshaus im alten Stadthaus an der Ecke Grond-Öntre Gass in UM {} es alte Trakterhaus das alte Stadthaus. russisch Traktir Gasthaus, frz. tracter, von lat. tractare behandeln
trampln [trampln] treten, aufsitzen, ducken {} Da Hóhn trampelt de Huhn. Der Hahn begattet die Henne.
trantschiën [tranʹtʃiǝn] tranchieren {}
Trapp f -n pl [trap] Fußabdruck {} engl. trap
tratschen [tratʃǝn] ratschen, schwätzen {}
Traua f [traoɑ] Trauer {}
trauan [traoan] trauern {}
Traub f -n pl [traop traom] Traube {}
Trauenk f [traoeƞk] Trauung {}
träug träuga, träuga [trɛœk trɛœgɑ, trɛœgɑ] trocken trockener, in trockenem Zustand {}
träugn [trɛœƞ] trocknen {} →ooträugn abtrocknen
traun, sich traun [traon] trauen, sich trauen {} 1 wagen, 2 heiraten
traureg [traorek] traurig {}
Traurink m - pl [traoriƞk] Trauring {}
treffen (sich), tríffst, getroffen [trefen, trɪfst] treffen {} treff ba sich treffen wir uns
Trega m - pl [tre:gɑ] Träger {} Hósentrega Hosenträger
Treibjoog f [traibjo:g] Treibjagd {}
treibn, treibst, ho getriebn [traim, gǝʹtri:m] treiben {} vatreibn vertreiben, petreibn betreiben
Trepp f -n pl [trep tre`m] Treppe, Stiege {} →Stieg gebräuchlicher
treu [trɛœ] treu {}
Treu f [trɛœ] Treue {}
Triangl f [triʼangl] Hochsitz-Gestell mit drei Beinen {} eine Art einfacher Hochsitz aus drei Stangen und Leiter, von Jägern und Soldaten (im Manöver, was oft bei Metzenseifen stattfand} benutzt.
Tríchta m - pl [trɪçtɑ] Trichter {}
trinkn, trinkst, ho getrunkn [triƞ`n] trinken {}
Trítt m - pl [trɪt] Tritt {}
Tróg m Trőg pl Trőgl n Trőgachenk pl [trʊ:g trø:gl] Trog, Tröglein {} ein flaches Holzgefäß aus ausgehöhlten Holz, z. B. zum Eingemachts (Hefeteig) anzurühren oder zum Brotteig kneten. Ein Trőgl wurde früher auch zum Nudelteig kneten benutzt, mehr war mehr das →Knőzpreet gebräuchlich. Holztrőgl Holztrögchen
trogn, trégst, ho getrogn [tro:ƞ] tragen {} óóntrogn antragen, doatrogn hintragen, begtrogn wegtragen
trogneg [tro:gnek] trächtig {}
Trogtüchl n Trogtücha pl, auch Trogtoch n [tro:gtyçl tro:gtox] Tragetuch {}
Troll f -n pl Tröllachenk pl dim [trol] Quaste, Bommel, Bömmelchen {} z. B. an der Bommelmütze
Trollnkappl n [trolnkapl] Bommelmütze {}
Trompét f -n pl [trompé:t] Trompete {} →Trőtsch gebräuchlicher
Trón f -en pl [trʊ: ̃ trʊ:nǝn] Sarg m {} aus [8]: Trun Kiste, Sarg
Trontsch f -n pl [trontʃ] Schmuckknopf {} insbesondere von der Metzenseifner Tracht, beliebt als Kinderspielzeug, allg. Schmuckstück, auch schmuckes Mädchen, in [4] steht: mit Gukals schőna Trontsch
tröppln [trœpln] tropfen, tröpfeln {} es gibt nur ein Wort für tropfen und tröpfeln. →petröppln betröpfeln
Troppn m Tröppn pl Tröppl dim Tröppachenk dim pl [tro`m] Tropfen Tröpfchen {} Bassatroppn Wassertropfen, Mogntroppn Magentropfen
tröseln [trœ:zln] dröseln {} lange rumfummeln an etwas. Rheinisches Wörterbuch: etwas saumselig tun. →óftröseln aufdröseln, aufknoten
Tróst m [trʊ:st] Trost {}
trőstn [trø:s`n] trösten {}
Trotoar n [trotoʼar] Gehsteig {} frz.
Trőtsch f -n pl [trø:tʃ] Trompete, Tröte {} auch →Trompét, Trőtsch gebräuchlicher
Trőtscha m - pl [trø:tʃɑ] Trompeter {}
trőtschen [trø:tʃǝn] trompeten, tröten {} lautmalerisch
trótschen, trótschst, sei getrótscht [trʊtʃǝn] auf den Hintern setzen {} →doatrótschen auf den Hintern fallen, sich (unfreiwillig) schnell auf den Hintern setzen. Boich dos gehöat ho, seich schiët óóm Oasch getrótscht.Als ich das hörte, hats ich mich fast auf den Hintern gehauen.
trotzdem [trotsde:m] trotzdem {} es gibt kein speziell mantakisches Wort
trotzen m [trotstǝn] trotzen {}
Trotzhááp n -a pl [trotshɒ:p] Trotzkopf m {}
Trübl n - pl [try:bl] kleine Truhe, Kistchen {} es Holztrübl für die Brennholzaufbewahrung neben dem Herd
trübn [try:m] trüben {}
trübséleg [try:bzé:lek] trübselig {}
Trunk m Trünk pl [truƞk] Trunk {}
Truntsche f, auch Trontsch f [truntʃǝ] Fotze {} Trontsch aus [13]. auch →Pratsch oder →Fotz
Trupp f -n pl [trup] Truppe {}
tscháákan [tʃɒ:kan] schnattern {} aus [4] S. 71
Tschako m -n pl [tʃako:] Tschako {čákov} ung. czákó, ein Husarenhelm. Kinder falteten aus Zeitungspapier Hüte, die auch Tschako genannt wurden.
tschankan [tʃaƞkan] runterhängen, runterbaumeln {}
Tschaparod n Tschapareda pl [tʃaparo:d] Kinderkreisel {} aus [10]
tschapiën, tschapiëst, sei getschapiët [tʃaʼpiǝn gǝtʃaʼpiǝt] flüchten, davonspringen {}
Tscharachn pl [tʃaʼraxn] Spielsachen {}
Tscharra f -n pl [tʃarɑ] 1 Ratsche, Rassel, 2 Schwätzerin {}
tscharran, auch tscháran [tʃaran, tʃɒ:ran] rasseln, schwätzen, plappern, Lärm machen {} →Getscharrabak Geschwätz
Tschell f -n pl [tʃel] Schelle {} Tschell Taus, die Spielkarte mit der Sau, →Koatnspiel
tschieln [tʃi:ln] schielen, spähen {}
tschiepan [tʃi:pan] zwitschern {}
Tschiko m -n pl [tʃiko:] junges Pferd, Fohlen {} ung. csikó. Csikós Rinderhirte
Tschinákl n - pl [tʃiʹnɒ:kl] Kahn, Boot {} ung. csónak
tschinákln [tʃinɒ:kln] Kahn fahren {}
tschingeln [tʃiƞln] klingeln, schellen {} ung. csenget, am. jingle
Tschingl f -n pl [tʃiƞl] Klingel, Schelle {} Klingel war ungebräuchlich
Tschippl n dim - pl oder Schippl, Tschippachenk pl dim [tʃipl tʃippaxeƞkl] Scheibchen, kleine Münze, Kleingeld {} vgl. am. chip
tschirran [tʃiran] schwach rinnen, tröpfeln {} Es Prönnl tschirrat. Das Brünnchen rinnt.
Tschirrpáschen pl [tʃirpɒ:ʃǝn] Schlafsand, Schlaf in den Augen {} die getrocknete Tränenflüssigkeit in den Augen. von Agi, auch →Fannkoch
tschóckan [tʃʊkan] schuckeln {} rütteln, wackeln
Tschodorott f [tʃodoʹrot] Bande, Schar {} vgl. →Poscherott
tschöllan, tschöllast, ho getschöllat [tʃœlan] pinkeln, pissen {} iterative Form (wiederholt, dauerhaft) von →tschölln. Es tschöllat mich Ich muss pinkeln.
tschölln, tschöllst, ho getschöllt [tʃœln] pinkeln, pissen {} austschölln auspinkeln. →tschöllan
tschóppn, tschóppst, getschóppt [tʃʊ`m] springen, hüpfen {} dőn übatschópps er hat ausgefallene Ideen, reinschóppn reinhüpfen
tschügan [tʃy:gan] rauf und runter ziehen {} z. B. eine Uhr mit Ketten und Gewichten aufziehen oder eine Glocke betätigen
Tschunkei f -n pl, auch Tschunka [tʃuƞkai] Schaukel {} Tschunkei aus [2]
tschunkein [tʃuƞkai ̃] schaukeln {} schaukeln auf der →Tschunka. von schunkeln?
Tschurr f -n pl [tʃur] Tschurr {} Das System der Wasserführung mit dem unterirdisch verlegten Wasserrohr und den öffentlichen Wasserentnahmestellen spezieller Bauart. Die Tschurr gab es nur in Obermetzenseifen. Das Wort Tschurr bezeichnet sowohl eine einzelne Wasserentnahmestelle als auch das ganze System der Tschurrn mit dem unterirdisch im Gefälle geführten bachgespeisten Wasserrohr. Ihr Hauptzweck war, stets Löschwasser zur Verfügung zu stellen, diente ansonsten der Brauchwasserversorgung. Ein ca. 100 mm dickes Rohr, das vom Bach oberhalb des Dorfes gespeist wurde, verlief im Gefälle das Dorf entlang und wurde in regelmäßigen Abständen, ca. an jedem fünften Haus, aus dem Boden nach oben geführt, wo das Rohrende um 180° umgelenkt wurde und endete. Aus der Öffnung ergoss sich das Wasser, durch den Druck aufgrund des Gefälles nach oben befördert, in einen darunter befindlichen hölzernen Trichter und wurde zurück unter die Erde in den nächsten Rohrabschnitt geleitet.An einer solchen Tschurr konnte man auch Wasser entnehmen, indem man zwischen Rohröffnung und Trichter seitlich eine Tschurrrenn (eine Rinne) einbrachte, über die das Wasser z. B. in einen Eimer ablief. Von der letzten Tschurr, die sich nah am Bach befand, wurde das Wasser zurück in den Bach geleitet. Die Wasserentnahme aus der Tschurr war bequemer als aus dem Brunnen, bei dem man das Wasser mit dem Eimer hochziehen musste. Zum Trinken wurde jedoch das Brunnenwasser benutzt.
Tschurra m -n pl [tʃurɑ] starker Regenschauer, Platzregen {}
tschurran [tʃuran] stark rinnen, sich ergießen {} rootschurran herunterrinnen
Tschurrlchenk n [tʃurlxeƞk] kleine Tschurr, kleines Rinnchen {}
Tschurrrenn f -en pl [tʃurren] Tschurr-Rinne {} Wasserablaufrinne an der →Tschurr zur Wasserentnahme
tschüzchan [tʃy:ʒan] flüstern {šuškať} vielleicht von slow. čušať den Mund halten
Tuch n Tücha pl Tüchl dim [tux] Tuch {} Gebräuchlicher für ein Tuch war →Tüchl, nicht Tuch.
Tüchl n Tücha pl [tyxl] Tuch {} →Schnupptüchl Taschentuch, →Hááptüchl Kopftuch
Tue f -n pl [tuǝ] Tour {} on áána Tue in einer Tour, andauernd
Tüe f -n pl [tyǝ] Tür {}
tuekln, tueklst, ho getueklt [tuǝkln] torkeln {}
Tuem m Tüem pl [tuǝm] Turm {}
Tuene [tuǝnǝ] Turnau {Turna} Turna nad Bodvou. Ort nahe der ungarischen Grenze. Früher ein berühmter Schuhmarkt. ung. Torna
Tüepl n - pl [tyǝpl] Türschwelle {} übas Tüepl stolpan über die Schwelle stolpern, von Tür-Pfahl
Tüeréhmen f [tyǝré:mǝn] Türrahmen {}
Tüestock m [tyǝʃtok] Türstock {}
tun, tüst, ho getón [tu: ̃, tyst, gǝʹtʊ: ̃] tun {} Hilfsverb, Konjugation siehe Tabelle G6b
Tunell n -a pl [tuʹnel] Tunell n, Tunnel m {} in hd: das Tuʹnell oder der Tunnel
tunkl tünkla [tuƞkl] dunkel dunkler {}
tunkn [tuƞ`n] tunken {} träug Prót en Kawee eintunken
Tutt f -n pl Tüttl n dim [tut] Tüte, Tütchen {} a vólle Tutt, a lédege Tutt, a Tüttl Zocka
Tutzend m - pl [tutsend] Dutzend n {}
Tül n -n pl [ty:l] Türlein, Tür {} →Ówentül Ofentür
Taub f -n pl Täublchenk n dim [taop taom tɛœblçeƞk] Taube Täubchen {}
Tiger m - pl [ti:gǝr] Tiger {} kein speziell mantakisches Wort bekannt
Titschke m -n pl [titʃke] Eichelhäher m {sojka škriekavá} Garrulus glandarius, auch →Schkrááka, →Ááchlheha
Trőglfrosch m [trø:glfroʃ] Schildkröte {korytnačka}
Tscharravógl m [tʃarɑvʊ:gl] Wacholderdrossel
Tschilka m - pl [tʃilkɑ] Spatz, Sperling {vrabec}
Tschokolasta m [tʃokoʹlastɑ] Elster {straka} Pica pica, mhd. agelster, Grimms Wörterbuch: agalaster oder alaster, schalaster, scholaster. aus [8]: Tschougelester
Tuemschboolm n -en pl [tuǝmʃbo:lmǝn] Mauersegler {dážďovník obyčajný}
Turmfalke m [turmfalkǝ] Turmfalke {sokol myšiar} kein mantakischer Name bekannt

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